Hamburg (EM) - Wenn die Deutschen den Mund aufmachen, kommt immer häufiger "Sprachmüll" heraus. Nach Ansicht des Frankfurter Kommunikationsmanager und Publizisten Roland K. erkennen sie immer seltener den inhaltlichen Unsinn, wenn sie von einem "zentralen Eckpfeiler", einer "kooperativen Zusammenarbeit" und "wichtigen Essentials" sprechen. Die Brutstätten dieser "wichtigtuerischen Blähformen" seien vor allem in jenen Bereichen des öffentlichen Lebens zu finden, deren Vertreter als Eliten gelten, beispielsweise Wirtschaftsführer und Politiker.
>>> Sprachrevolution >>>
In der letzten Zeit ist eine heisse Diskussion unter den Sprachgelehrten entbrannt, wie sich die deutsche Sprache sinnvoll vereinfachen liesse. Hier ein revolutionärer Vorschlag für eine Vereinfachung in fünf Schritten:
- Erster Schritt: Wegfall der Großschreibung.einer sofortigen einführung steht nichts im weg, zumal schon viele grafiker und werbeleute zur kleinschreibung übergegangen sind.
- zweiter schritt: wegfall der dehnungen und schaerfungen. dise masname eleminirt schon di groeste felerursache in der grundschule, den sin oder unsin unserer konsonantenverdoplung hat onehin nimand kapirt.
- driter schrit: v und ph ersetzen durch f, z und sch ersetzt durch s das alfabet wird um swei buchstaben reduzirt, sreibmasinen und computer fereinfachen sich, wertfole arbeitseit kan genust werden.
- firter srit: q, c und ch ersest durch k, j und y ersest durch i, pf ersest duch f iest sind sin seks bukstaben ausgesaltet, di sulseit kan sofort fon neun auf ewei iare ferkuerst werden, anstat aktsig prosent rektsreibunterikt koenen nueslikere faeker wi fisik, kemi und reknen mer geflegt werden.
- fuenfter srit: wegfal fon ue, ae und oe seiken. ales uberflusige ist iest ausgemerst, di ortogafi wider slikt und fereinfakt. naturlik benotigt es einige seit, bis dise fereinfakung uberal riktig ferdaut ist, fileikt sasungsweise ein bis swei iare. anslisend durfte als nakstes si ldi fereinfakung der nok swirigeren und unsinigeren gramatik anfisirt werden.
Aha, der Anfang ist getan
Hier ein Zitat aus der Zeitung "Ruhr Nachrichten vom 29.08.00"
Deutsche produzieren immer mehr Sprachmüll
Na die Protokolle aus dem Bundestag möchte ich mal lesen :-)))))))))))